Ein stücken Selbstbewusstsein ist nötig, denn ohne diese Selbstreflexion, würde uns vermutlich gar nicht erst auffallen, dass wir Prokrastinieren.

Wir sind uns komplett bewusst, dass wir gewisse Aufgaben aufschieben, außerdem wissen wir sogar, dass es eine schlechte Idee ist – und trotzdem tun wir es trotzdem. Recht traurig… 

Demnach ist Prokrastination und das Aufschieben von Aufgaben, von denen wir wissen, dass sie wichtig für uns sind, komplett irrationales Verhalten. 

Aber in einem Satz gesagt: Menschen prokrastinieren, oft sogar chronisch, weil sie nicht in der Lage sind, mit den negativen Emotionen, welche die Aufgabe in ihnen hervorruft, umzugehen. 

Das ist das ganze Geheimnis hinter dem Ganzen!

Prokrastination ist nicht nur ein Zeitmanagement Problem sondern eher ein Problem seine eigenen Emotionen zu regulieren. 

Wir verbinden gewisse Aufgaben mit negativen Gefühlen, wie zum Beispiel Angst, Selbstzweifel, geringes Selbstbewusstsein etc.

Demnach versucht unser limbisches System, besser gesagt unsere Amygdala, uns vor diesem voraussichtlichen Schmerz zu bewahren. Das erklärt auch, wie diese ganzen Ausreden zustanden kommen “ich mache es morgen” “ich fühle mich gerade nicht danach” “ich bin zu müde” “es ist zu spät” und viele mehr… 

Unser eigener Verstand ist sehr gut im Ausreden finden! Er versucht uns zu beschützen.

So geben wir nach und verlegen die Aufgabe, die wir eigentlich heute erledigen wollten, auf morgen, in dem Glauben, dass wir uns am nächsten Tag mehr dazu in der Lage sehen (was ein Mythos ist…aber dazu mehr in einem anderen Post). Und genau hier liegt die Gefahr, was das ganze zu einer schmerzhaften Abwärtsspirale macht.

Der Akt des Aufschiebens ist eine Art Belohnung, denn wir sind gerade einer schmerzhaften Aufgabe entkommen, wir fühlen uns befreit, sicher. Wenn wir für etwas belohnt werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir etwas erneut tun. 

Genau aus diesem Grund ist Prokrastination kein einmaliges Verhalten, sondern ein Zyklus, der leicht zu einer chronischen Gewohnheit wird.

Demnach ist Prokrastination eine Art “instant-gratification” (sofortige Belohnung). Wir schieben eine Aufgabe auf, die vermutlich mit gewissen long-term Belohnungen verbunden ist und geben uns dem schnellen guten Gefühl hin (instant-gratification).  

Chronische Prokrastination hat nicht nur negative Einflüsse auf unsere Produktivität, sondern hat messbar negativen Einfluss auf unsere mentale und physische Gesundheit (stress, Unglücklich sein, Symptome von depression, Angstzustände, schlechtes Gesundheitsverhalten (da wir jetzt auch hier nach short term gratification neigen) etc. 

Fazit: 

Wir prokrastinieren weil wir nicht in der Lage sind, mit den negativen Emotionen, verbunden mit einer Aufgabe, umzugehen. Prokrastination entsteht durch einen mangel der Fähigkeit mit unseren eigenen Emotionen umzugehen und diese nach belieben zu regulieren.

Demnach ist eine emotionale Standhaftigkeit essentiell, wenn wir das Aufschieben überwinden wollen. Wir müssen uns nicht so fühlen, um eine Aufgabe zu erledigen. Wir können unsere Emotionen ohne zu urteilen annehmen und die Aufgabe trotz dessen durchführen. 

In den nächsten Beiträgen werde ich vermehrt darauf eingehen, was wir wirklich Schritt für Schritt tun können, um dieses lästige Laster loszuwerden oder besser gesagt in den Griff zu bekommen. 

Die nächsten Beiträge werden direkt auf meiner privaten Facebook-Profil veröffentlicht. Hier ist der Link -> https://www.facebook.com/marco.oster.96

Auf deinen Erfolg!


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