Prokrastination entsteht aufgrund der mangelnden Kontrolle negative Emotionen, verbunden mit einer Aufgabe, zu kontrollieren. 

Aus diesem Grund, will uns unsere Amygdala beschützen und zieht uns zu einer anderen “instant gratification” Aufgabe. Um den negativen Emotionen zu entkommen. Es ist sozusagen unser eigener Schutzmechanismus der uns hier im Weg steht. 

Der Aufschub ist im Kern ein Problem des Emotionsmanagements. Es kommt immer auf den entscheidenden Moment an, sich einer Aufgabe zu stellen, die damit verbundenen negativen Emotionen zu erleben und die Aufgabe trotz dieser negativen Emotionen zu erledigen. Hört sich einfacher an, als getan…nicht wahr?

Wir müssen verstehen, dass unsere Gedanken und Gefühle nicht unser Verhalten bestimmen müssen.

Emotionen und Gedanken beeinflussen uns, auf bestimmte Weise zu handeln. Wir haben die Tendenz so zu handeln, müssen es aber nicht.

Wenn wir uns dem Aufschieben hingeben bedeutet das also, dass wir uns von unseren Gedanken und Emotionen steuern lassen. Wir laufen den negativen Gefühlen davon und liefern uns dem schnellen “feel good” aus. Was natürlich dann zu einer Gewohnheit wird und unser komplettes Leben in eine Abwärtsspirale katapultieren kann. 

Wir müssen handeln und durchhalten, obwohl wir negative Gedanken und Emotionen erleben.

Also, was machen wir dagegen?

Bewusst werden: Werde deinen eigenen Gedanken und negativen Emotionen gegenüber bewusst. Erkenne sie und beobachte deren Entstehung.

Lernen mit Emotionen umzugehen: Vermeidung ist unsere natürliche Tendenz, mit negativen Emotionen umzugehen. Wir müssen lernen negativen Emotionen zu tolerieren. Emotionen sind nur körperliche Empfindungen, sie kommen und gehen. Sie sind nunmal ein Teil von uns aber wir müssen uns nicht von ihnen kontrollieren lassen. 

Wie schon in der Überschrift angemerkt, ist Achtsamkeit der Schlüssel zur erfolgreichen Regulierung unserer Emotionen. 

Achtsamkeit Definition: „ein mentaler Zustand, der durch Konzentration des Bewusstseins auf den gegenwärtigen Moment erreicht wird, während die Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen, die als therapeutische Technik verwendet werden, ruhig anerkannt und akzeptiert werden.“

Bei Achtsamkeit geht es darum, ein nicht wertendes Bewusstsein für das zu bewahren, was im gegenwärtigen Moment geschieht.

Der nicht wertende Teil ist wichtig, weil er Akzeptanz mit sich bringt, was bedeutet, dass wir auf unsere Gedanken und Gefühle achten, ohne sie zu beurteilen.

Beim kultivieren von Achtsamkeit lernen wir mit aufkommenden Emotionen dementsprechend umzugehen, sodass sie uns nicht dabei hindern, fortschritt zu machen. Die Emotionen werden trotzdem noch aufkommen, aber wir werden nun in der Lage sein, sie anzunehmen, zu tolerieren und dennoch ins Handeln zu kommen.  

Wenn wir uns ärgern, bedeutet das nicht, dass wir auch so handeln müssen. Wir können den Ärger annehmen und mit ruhiger, sanfter Stimme antworten. Wir haben die Wahl…

Die Nummer 1 Technik um seine Achtsamkeit auf Vordermann zu bringen ist ohne Zweifel Meditation. Hier lernen wir uns auf unseren Atem zu konzentrieren und aufpoppende Gedanken und Emotionen zuerst ohne Urteil zu akzeptieren und dann zu ignorieren.

Wir bereiten uns hier auf den Ernstfall vor. So sind wir womöglich auch in der Lage unseren eigenen Emotionen zu widerstehen, wenn sie mal wieder gegen uns arbeiten wollen.

Mein Tipp:

Mach Meditation zu deiner Gewohnheit. Jeden Tag, ohne Ausnahmen! Fang klein an, mit etwa 5 min und steigere dich dann langsam. Ich Meditiere jeden Morgen 30 minuten, indem ich mich ganz einfach NUR auf meinen Atem konzentriere. Natürlich kannst du auch geführte Meditation verwenden mit einer App oder so. Das ist die überlassen, wie es sich für dich besser anfühlt. Das wichtigste ist nur, das MACHEN! 

Meditation hat mittlerweile so viele evidenzbasierte Vorteile, dass eigentlich jeder hier etwas verpasst, der diese Möglichkeit nicht bereits nutzt.

Fang direkt morgen an und probier es aus!

Auf deinen Erfolg!


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